Informationskompetenz für Schüler – Quellen auswählen

Quellen auswählen - Informationskompetenz für Schüler

Quellen auswählen – Informationskompetenz für Schüler

Quellen auswählen

Die richtige Auswahl der Literatur für eine Projektarbeit in der Schule oder der Bachelorarbeit ist nicht immer einfach. Dabei gibt es nur ein paar wenige Kriterien zu beachten, um die richtige Quellenauswahl zu garantieren. Generell teilt sich die Literatursuche in drei Phasen ein. Als Erstes wird das Thema formuliert. Danach folgen die Quellensuche und zum Schluss die Quellenauswahl. Das bedeutet, dass man eine Wahl aus mehreren Optionen hat und entscheiden muss, welche Quellen endgültig im Text zitiert werden. Dabei spielt die Informationskompetenz eine wesentliche Rolle. Diese besagt, dass Schüler und Studenten die Fähigkeit besitzen, verantwortungsbewusst und zielgerichtet mit Informationen umgehen können. Des Weiteren ist es wichtig, dass sie die Aussagen nach ethischen Richtlinien einschätzen und aus mehreren Quellen die passende Literatur herausfiltern können. Bei dieser Aufgabe steht unsere Gesellschaft heutzutage vor einer großen Herausforderung, da wir zu jeder Zeit Zugang zu vielen Texten besitzen. Die Informationskompetenz besagt im spezifischen, dass ein Mensch unter bestimmten Rahmenbedingungen, wie zum Beispiel Zeit und diversen Suchprogrammen, die Fertigkeit besitzt, Informationen richtig auszuwählen.

Dabei sollten Schüler und Studenten sich immer wieder folgende Frage stellen: „Wie relevant ist die Quelle in Bezug auf mein Thema?“ Um die Relevanz sicherer einschätzen zu können, helfen folgende vier Kriterien.

Verfügbarkeit

Das Wichtigste bei einer wissenschaftlichen Arbeit ist, dass der Leser die Informationen nachverfolgen, beziehungsweise nachlesen kann. Das bedeutet, dass Aussagen aus öffentlichen Quellen zitiert werden müssen. Frei zugängliche Texte, wie zum Beispiel Fachliteratur, Gesetzestexte, Statistiken und jegliche Literatur aus öffentlichen Bibliotheken sollten genutzt werden. In dem vorherigen Artikel der Quellenbeschaffung wurde erwähnt, dass auch Eltern und Freunde befragt werden können. Selbstverständlich sind diese eine gute Alternative. Allerdings sollte der Austausch zur Inspiration und Ideenfindung genutzt werden. Diese Personen können nicht wissenschaftlich zitiert werden.

Seriosität

Quellen müssen den Anspruch der Seriosität entsprechen. Es gibt viele Texte, die frei für die Öffentlichkeit zugänglich sind und trotzdem nicht in einer wissenschaftlichen Arbeit zitiert werden können. Zu diesen gehören Zum Beispiel populärwissenschaftliche Texte. Diese Literatur ist daran zu erkennen, dass sie keine Quellen beinhaltet und in einem eher journalistischen Schreibstil geschrieben ist. Man kann diese Art von Berichte auch als Publikumszeitschriften bezeichnen. Dazu gehören zum Beispiel auch Ratgebertexte.

Ursprung

Der Ursprung der Quellen stellt ein besonderes Kriterium dar, da es wichtig ist zwischen zwei verschiedenen Arten zu unterscheiden. Es existiert Primär- und Sekundärliteratur. Zu der Primärliteratur zählen Originaltexte. Das sind Berichte, die von dem jeweiligen Forscher selbst geschrieben wurden. Die Sekundärliteratur besteht aus Hochschulschriften oder Lexika, in denen die Werke verschiedener Autoren gesammelt werden. Bei der Bewertung und Auswahl relevanter Quellen, sollten Schüler und Studenten der Primärliteratur immer den Vorrang gewähren.

Aktualität

Zu guter Letzt ist es wichtig darauf zu achten, dass die Quellen aktuell sind und den zeitgenössischen Wissensstand wieder geben. Es sei denn, es soll eine historische Betrachtung vorgenommen werden. Dabei kann auch auf ältere Literatur zurückgegriffen werden. Jedoch muss in einer wissenschaftlichen Arbeit der neuste Wissensstand diskutiert werden. Demzufolge wird Literatur, die älter als 10 Jahre ist, als überholt angesehen, da Theorien bereits widerlegt sein könnten.

Generell ist es bei der Literaturauswahl wichtig, alle Quellen zu notieren und die Zitierregeln zu befolgen. Dabei sollte der Zeitaufwand nicht unterschätz und am besten ein Puffer zur Überprüfung des Quellenverzeichnisses eingeplant werden. Wenn die Auswahl relevanter Literatur nicht gleich beim ersten Mal funktioniert, dann ist das nicht schlimm. Die Quellensuche ist eine Kunst für sich und leider das A und O für jede wissenschaftliche Arbeit. Aber Übung macht den Meister und mit der Zeit lernen die Schüler und Studenten Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden. Als Anmerkung ist noch hinzuzufügen, dass das Thema der Literaturauswahl in diesem Artikel nur angeschnitten wurde. Für eine professionelle Recherche sollten sich Schüler und Studenten noch genauer über die Techniken und den Werkzeugen der Quellenbeschaffung informieren.

(Sandberg, B. [2013]: Wissenschaftlich Arbeiten von Abbildung bis Zitat: Lehr- und Übungsbuch für Bachelor, Master und Promotion. Walter de Gruyter, 2 überarbeitete Auflage, München.)

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